Was ist ADHS und wie funktioniert das ADHS-Gehirn?
ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die etwa 5 Prozent der Kinder und 2,5 Prozent der Erwachsenen betrifft. Die Kernsymptome sind Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Impulsivität.
Die neurochemische Basis von ADHS:
Das ADHS-Gehirn zeigt charakteristische Besonderheiten in bestimmten Hirnregionen, besonders im präfrontalen Kortex. Dort findet die Steuerung von Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Handlungsplanung statt.
Der Dopaminmangel:
Bei ADHS liegt ein Ungleichgewicht der Neurotransmitter vor, insbesondere von Dopamin und Noradrenalin. Dopamin ist entscheidend für Motivation, Belohnung und Fokus. Menschen mit ADHS haben oft eine verminderte Dopaminaktivität im Gehirn, was zu den typischen Konzentrationsproblemen führt.
Wichtige Hirnregionen bei ADHS:
- Präfrontaler Kortex (Aufmerksamkeitssteuerung)
- Nucleus accumbens (Belohnungssystem)
- Basalganglien (Bewegungskontrolle)
Diese Regionen arbeiten bei ADHS weniger effizient zusammen. Stimulanzien können helfen, diese Kommunikation zu verbessern.